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Februar 2016
12.02.16
Anke Helfrich Trio feat. Adrian Mears // Tipp

Die renommierte Pianistin Anke Helfrich hat im Frühjahr 2015 ihr viertes Album mit dem Titel „Dedication“ in New York aufgenommen. Eingespielt mit hochkarätiger Besetzung, ist ihr ein sehr persönliches und eindringliches Werk gelungen das von der Presse gepriesen wird. „Dedication“ kann mit Hingabe, Engagement und Widmung übersetzt werden, und so ist auch jedes Stück einer inspirierenden Person gewidmet. Das Programm enthält unter anderem eine Vertonung von Martin Luther King’s berühmter Rede „I have a dream“, die Verarbeitung eines Gedichts für Nelson Mandela in dem Stück Invictus, eine Ode an die Familie, an langjährige Freunde, an Thelonious Monk und an das Leben. Eine sehr spannende, abwechslungsreiche und grandiose Einspielung.

Anke Helfrich erklärt im Begleittext ihrer neuen CD: „Das Leben als Jazzmusiker und insbesondere der Jazz als Ausdrucksform fordert absolute Hingabe und ist eine ständige Herausforderung. Er bietet die Möglichkeit im Zusammenspiel der Musiker, in der Improvisation und den Kompositionen, Emotion in Musik umzuwandeln. Ich habe mich lange mit dem Leben und der Arbeit von Martin Luther King, Jr. beschäftigt. Ähnlich wie bei Nelson Mandela inspiriert mich, wie er mit Mut und unglaublicher Hingabe für gleiche Rechte kämpft, für Verbesserung der Lebensumstände und Gesetze. Für viele Jazzmusiker ist er eine Ikone und seine Verbundenheit zum Blues und Jazz ist dokumentiert in seinem Vorwort „On the Importance of Jazz“, zum Programm des ersten Berliner Jazz Festival 1964. Dort beschreibt er, wie wichtig diese Musik für das American Peace Movement war. Ich habe eine seiner berühmtesten Reden musikalisch vertont, Tonhöhe und Duktus auf das Piano transponiert, wodurch seine Rede wie ein gesungener Gospel klingt.“

In Ettlingen wird sie das Programm der CD mit dem australischen Posaunenvirtuosen Adrian Mears, dem gefragten Bassisten Dietmar Fuhr und dem preisgekrönte Schlagzeuger Jonas Burgwinkel vorstellen.

Anke Helfrich (p), Adrian Mears (tb), Dietmar Fuhr (b), Jonas Burgwinkel (dr)

19.02.16
Itchy Pants // Young jazz

Die Band um den Mannheimer Saxophonisten Paul Stoltze spielt Eigenkompositionen und Arrangements, die sich mal von jazziger, mal von rockiger Seite zeigen. Mal tritt Improvisation in den Vordergrund, mal arrangierte A-capella-Bläsersätze, dann wieder rhythmisch mitreißende Gitarrenriffs. Ihre Konzerte sind ein einzigartiges Erlebnis, das auf abwechslungsreiche Art und Weise verschiedenste Stilistiken vereint.

An der Pädagogischen Hochschule Heidelberg ist Paul Stoltze als Dozent für Saxophon und Klarinette angestellt und für die PH Bigband verantwortlich. Er ist außerdem als Saxophonlehrer, Klarinettenlehrer und Dozent für Ensembles und Bigband an der Musikschule Eberbach tätig.

Wertvolle Erfahrungen als Jazz-Musiker konnte Paul Stoltze als Mitglied im Landesjugendjazzorchester Bayern und der Masterclass Bigband der Peter Herbolzheimer European Jazz Academy machen.

Dieses Konzert hat einen ganz besonderen Anlass, da das Itchy Pants Large Ensemble die Besetzung für den Abschluss seines Master-Studiums in Komposition/Arrangement an der Hochschule für Musik Nürnberg ist.

Itchy Pants treten in folgender "large band" Besetzung an:
Paul Stoltze - Komposition, Arrangement, Tenorsaxophon
Fabian Schöne – Altsaxophon
Sebastian Nagler - Baritonsaxophon, Bassklarinette
Tobias Reisacher - Trompete, Flügelhorn
Johannes Stange - Trompete, Flügelhorn
Benjamin Gerny – Posaune
Jan David – Gitarre
Philipp Weiß – Piano
Sebastian Gieck – Bass
Mario Maradei – Percussion
Stefan Höfele – Schlagzeug
Johanna Iser - Gesang

Paul Stoltze (ts, comp., arr.) und large band

26.02.16
Session #123 // Session

Der Fünf-Euro-Geheimtipp für Liebhaber des Straight-ahead-Jazz mit vielen bekannten Standards: Die besten Jazzmusiker aus der Region finden sich auf der Bühne zusammen, suchen kurzerhand ein Stück aus, zählen ein und spielen ungeprobt los ... Spontaneität, Kommunikation, Spielfreude und cooler, swingender Groove: Da kommt alles zusammen, was Jazz ausmacht.

Steffen Dix (tp, flh), Rhythmusgruppe und Session-Musiker

März 2016
04.03.16
Peter Lehel's Wildcard // Highlight

Die Zusammenarbeit des großartigen ungarischen Ausnahmepianisten Kalman Olah und dem deutschen Saxophonisten Peter Lehel begann bereits im Jahre 2000 und hat sich seither zu einem intensiven Dialog mit regelmäßigen gemeinsamen Konzerten in Budapest und Deutschland entwickelt.

Nach der in Südkorea produzierten und veröffentlichten, von Kritikern mehr als hochgelobten Doppel CD "Hungarian Rhapsody" aus dem Jahre 2002 haben sich die beiden Musiker nun wiederum mit der archaischen Musik Ungarns bzw. Siebenbürgens auseinander gesetzt.

Dabei steht die Melancholie und Kraft wunderschöner archaischer Melodien im Dialog mit ausgefeilter Harmonik, intensiver Improvisation und blindem Verständnis von Lehel und Olah unaufdringlich im Fokus des Hörers.

Ergänzt wird das Duo bei der CD-Einspielung durch den sensibel agierenden und unterstützenden Kontrabassisten Mini Schulz.

Das "Lyrical Album" wurde im Sommer 2015 eingespielt und erscheint Anfang 2016.

Kalman Olah zählt zu den international geschätzten Pianisten und Komponisten der Jazzwelt. Regelmäßige Tourneen und CD-Einspielungen mit Künstlern wie Jack DeJohnette, Lee Konitz, Bob Mintzer, Tim Ries, Paolo Fresu, Philippe Catherine, Randy Brecker, John Pattitucci, Kenny Wheeler u.v.a. belegen seine große Meisterschaft. Als Komponist ist er u.a. Träger des Thelonius Monk Kompositionswettbewerbs.

Peter Lehel, der bei dieser Einspielung neben Sopran-, Alt- und Tenorsaxophon auch Alt- und Bassklarinette, sowie das alte ungarische Hirteninstrument Tarogato spielt, zählt zu den vielseitigsten Saxophonisten der deutschen Szene. Unzählige CD-Einspielungen mit seiner eigenen Musik dokumentieren seine Wandlungsfähigkeit.

Mini Schulz, Professor für Jazz an der Hochschule für Musik Stuttgart, ist in Jazz und Klassik gleichermaßen zuhause und ein gefragter Solist und Begleiter. Aktuell spielt er im Trio des Pianisten David Gazarov, bei TRI, mit dem Peter Lehel Quartett und unzähligen weiteren Live- und Studioprojekten.

Meinhard Obi Jenne, vielgefragter und hoch geschätzter Schlagzeuger ergänzt das Trio der CD-Einspielung bei Livekonzerten mit seinem filigranen und rhythmisch fesselnden Spiel.

Peter Lehel (sax), Kalman Olah (p), Mini Schulz (bs), Meinhard Obi Jenne (dr)

11.03.16
Ed Kröger Quintett

Seit über fünfzig Jahren steht Ed Kröger auf den kleinen und großen Bühnenbrettern der Jazzwelt. Er ist einer der markantesten Figuren des europäischen Jazz und gilt neben dem 2005 verstorbenen Albert Mangesldorff zu den bedeutesten Jazzposaunisten Deutschlands. Ging Mangelsdorff neue Wege auf seinem Instrument und lotete dessen Grenzbereiche aus, entwickelte Ed Kröger seinen Stil, der dem Bop, Neobop und Hardbop zuzuschreiben ist, unaufhaltsam Richtung Eleganz und Eigenständigkeit weiter aus.

Seine perlenden Bop-Linien, die er in dunklem, vibratoarmen und immer kontrolliertem Ton malt, dokumentieren ein Spiel von raffinierter Einfachheit. Seine geschmeidige Phrasierung kann er virtuos umsetzen und bringt immer wieder neue Spannungsbögen in seine abwechslungsreichen Konzerte.

In seiner langen Bühnengeschichte spielte er mit dem “Who ist Who” des europäischen Jazz. Zahlreiche Tonträger dokumentieren die Karriere des Posaunisten, u.a. die aktuellen Alben “What‘s New” (1999), “MOVIN‘ ON” (2001),  “ANOTHER STEP” (2003) und “INTERPLAY” (2008).

Bei seinen zahlreichen Auftritten hat er viele Fans gewonnen, die sich auf ein Wiedersehen freuen. Das Ed Kröger Quintett gibt ein Repertoire aus Eigenkompositionen und ausgesuchten Jazz-Standards zum Besten, akustischer Modern Jazz in einer offenen Fünferbeziehung.

Ed Kröger (tb), Ignaz Dinné (sax) Vincent Bourgeyx (p), Felix Henkelhausen (b), Rick Hollander (dr)

18.03.16
Wilhelm Wolf und die möblierten Herren

Als der Jazz nach Deutschland kam - unter diesem Motto steht das Konzert der fünf Swing-Profis um die Ideengeber dieses "historischen" Projektes, den Sänger Wilhelm Wolf und den Bassisten Thomas Bugert aus dem Rhein-Neckar-Delta.

Es gab Zeiten
... als Unterhaltungsmusik gute Unterhaltung war
... als richtig gute Musiker auf den Bühnen spielten
... als Liedtexte geistreich und witzig waren
... als Musiker sich selbst nicht zu ernst nahmen
... als trotz Musik Gespräche möglich waren
... als vor allem als Paar getanzt wurde
Diese Zeiten sind fast vorbei ...
... aber nur fast!

Einige wenige Musiker widersetzen sich erfolgreich dem Zeitgeist und lassen Sie für einige Stunden den Charme der Goldenen Zwanziger Jahre noch einmal erleben.

Tauchen Sie ein in Glanz und Glamour der vornehmen Berliner Salons und Hotels der Zwanziger und Dreißiger Jahre und schwingen Sie das Tanzbein oder genießen sie die Musik zu Tonfilmschlagern, bekannten Ohrwürmern und Film-Melodien und aus der großen UFA-Zeit. Ein exquisites Konzerterlebnis voller Amüsement und Heiterkeit aus der Frühzeit des deutschen Jazz.

Wilhelm Wolf (voc), Michail Kolotuchin (sax,cl,fl), Michael Dalecke (p); Thomas Bugert (b), Niclas Schmidt (dr)