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Januar 2020
10.01.20
Jermaine Landsberger Trio feat. Sandro Roy // Highlight

Der Pianist Jermaine Landsberger ist zweifelsohne ein Avantgardist der europäischen Gypsy-Szene am Piano. Sein kraftvolles und zugleich melodisches Pianospiel würzt er mit hörbaren Elementen der Gypsy-Musik. Jermaine Landsberger kann auf europaweite Tourneen mit internationalen Musikern wie z.B. Randy Brecker, Bob Mintzer, Stochelo Rosenberg u.v.a. zurückblicken.

Für den rhythmischen Drive seines Trios sorgen der mehrfach preisgekrönte Drummer Matthias Gmelin und der virtuose, europaweit gefragte Bassist Joel Locher.

Sandro Roy (*1994) gilt als einer der vielversprechendsten jungen Jazzviolinisten weltweit. Mit 7 Jahren erhielt er seinen ersten Geigenunterricht bei Harald Christian in Augsburg. Mit 13 Jahren wurde er Bundespreisträger beim Wettbewerb "Jugend musiziert". Es folgten noch weitere 1. Preise in der Kategorie Duo. Ab seinem 15. Lebensjahr wurde Sandro Roy Schüler von Prof. Jens Ellermann in München, u.a. Lehrer von Nigel Kennedy. Derzeit studiert er bei Prof. Linus Roth (Echo Klassik Preisträger) am Leopold Mozart Zentrum der Universität Augsburg.

Seit der Veröffentlichung seiner Debüt-CD “Where I Come From” hat der Ausnahme-Geiger eine bemerkenswerte Karriere absolviert. 2018 veröffentlichte er das CD Album "Souvenir de Paris", welches u. a. in Paris aufgenommen wurde und worauf er mit Star-Solisten wie Roby Lakatos, Marcel Löffler und dem Jermaine Landsberger Trio zu hören ist.
Er spielte bei diversen großen Festivals in Europa und auch in den USA. Neben Auftritten und Preisen folgten einige Fernsehauftritte u.a. beim ZDF Morgenmagazin. Solistische Auftritte mit der NDR Bigband, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen oder beim Bundespräsidenten in Berlin prägen bereits seine junge Musiker – Laufbahn. Es folgte eine Liveshow im BBC Radio und ein ausverkauftes Konzert im legendären Ronnie Scotts Jazzclub London. 2019 spielte Sandro Roy ein solistisches Konzert mit dem Münchner Rundfunk Orchester unter dem Motto "Gypsy goes Classic" im ausverkauften Prinzregententheater München, welches auf BR Klassik live übertragen wurde.
Sandro Roy ist Teil des Förderprogramms der rennomierten stARTacademy von Bayer Kultur.

Das Programm des Jermaine Landsberger Trios steht unter dem Motto „Gypsy Jazz“. Die Band versteht es, den europäischen Gypsy-Swing mit amerikanischem Jazz zu verbinden, mit einer geballten Power an Groove, Virtuosität und Melancholie, mit Songs von Django Reinhardt, Musette aus Frankreich und Eigenkompositionen, die vom Style Hot Club de France bis hin zum Hardbop reichen.

Sandro Roy (vio), Jermaine Landsberger (p), Joel Locher (b), Matthias Gmelin (dr)

17.01.20
Wawau Adler Quartett // Tipp

*** CD-Release Konzert ***
zum 110. Geburtstag von Django Reinhardt

Ganz im Stil von Django Reinhardt‘s Hot Club de France präsentiert der Gitarrist Wawau Adler seine Hommage CD im Gedenken an die Jazzlegende Django Reinhardt, dessen Geburtstag am 23. Januar sich zum 110. Male jährt. Der "Lokalmatador" aus der Karlsruher Gegend braucht dem Publikum des Birdland59 musikalisch nicht mehr vorgestellt zu werden. Er ist eine feste Größe des Gypsy-Swing Genre.

Mit von der Partie ist der in Frankreich lebende weltbekannte Rhythmusgitarrist Hono Winterstein. In dem im Jahr 2017 erschienenen Spielfilm von Éttienne Comar mit dem Titel "Django: Ein Leben für die Musik" spielt er den Rhythmusgitarristen Toto Hoffman an der Seite von Django Reinhardt (gespielt von Reda Kateb).

Violinist Alexandré Cavallieré aus Brüssel (Belgien) ist Schüler des im vorletzten Jahr verstorbenen Didier Lockwood, der seinerseits schon zu Lebzeiten eine Jazz-Legende auf der Violine war. Er beherrscht den Stil von Stéphane Grappelli, wie auch die modernen Stilrichtungen im Jazz.

Joel Locher am Bass aus Stuttgart ist wohl einer der begehrtesten Bassisisten in der Jazzwelt. Er spielt mit Größen wie Scott Hamilton, Marian Petrescu, Rosenberg Trio u.v.a.

Alle vier Musiker sind auch auf der neuen, druckfrischen CD zu hören, deren genauer Titel - Stand Mitte November - noch nicht endgültig feststeht.

Wawau Adler (g), Hono Winterstein (g), Alexandré Cavallieré (vio), Joel Locher (b)

24.01.20
Jam-Session // Session

Der Sechs-Euro-Geheimtipp für Liebhaber des Straight-ahead-Jazz mit vielen bekannten Standards: Die besten Amateur- und Profi-Jazzmusiker aus der Region finden sich auf der Bühne zusammen, suchen kurzerhand ein Stück aus, zählen ein und spielen ungeprobt los ... Spontanität, Kommunikation, Spielfreude und cooler, swingender Groove: Da kommt alles zusammen, was Jazz ausmacht.

Unter der Leitung von Stefan Günther-Martens steht eine erstklassige Rhythm-Section bereit, um Einsteiger zu begleiten, zu unterstützen und, sollte was schiefgehen, aufzufangen!

Stefan Günther-Martens (dr), Rhythmusgruppe und Sessionmusiker

31.01.20
Volker Engelberth Quintett „Prismatic Colours“ // Tipp

‚Prismatic Colours’ ist die jüngste Veröffentlichung des Pianisten Volker Engelberth. Der mehrfach ausgezeichnete Musiker (u.a. ‚Landesjazzpreis Baden-Württemberg‘ 2016, ‚Jazzpreis der Stadt Worms’ 2017) ist spätestens seit seinem dritten, von der Fachpresse hoch gelobten Quintett-Album ‚Jigsaw Puzzles’ (2016) fest in der nationalen Jazzszene angekommen. Erst im April wurde er von der Zeitschrift Jazzthing als einer von zehn Pianisten in der Reihe ‚Deutschlands neue Key-Players‘ vorgestellt.

Die aktuelle Formation ist die konsequente Fortsetzung der musikalischen Puzzle-Arbeit des Vorgänger-Albums im Quintett mit Stefan Karl Schmid und Alexander ‚Sandi‘ Kuhn am Saxophon, sowie Engelberths langjähriger Rhythmusgruppe Arne Huber am Kontrabass und Silvio Morger am Schlagzeug.

Während zahlreicher Konzerte im In- und Ausland in den vergangenen Jahren hat sich die Formation kontinuierlich weiterentwickelt und ist zu einer spannenden und hervorragend eingespielten Einheit gereift. Ständige Interaktion und sensibles Zusammenspiel sind kennzeichnend für dieses Ensemble, bestehend aus fünf der umtriebigsten Musiker der deutschen Jazzlandschaft.

Alexander ‚Sandi‘ Kuhn (sax), Stefan Karl Schmid (sax, cl), Volker Engelberth (p), Arne Huber (b), Silvio Morger (dr)

Februar 2020
07.02.20
Italian Organ Trio

Die Musik des Italian Organ Trios steht ganz in der Tradition der großen Orgelbands der 60er Jahre mit ihren Protagonisten wie z.B. Jimmy Smith, Jack McDuff und Don Patterson.

Bebop, Balladen und Blues sind die wichtigsten Elemente des Trios. Gespielt werden Songs aus der Organ-Trio-Tradition, stilsichere Eigenkompositionen, aber auch eine Auswahl aus bekanntem Standardmaterial.

Und NATÜRLICH werden auch italienische Songs mit hohem Wiedererkennungswert dargeboten. Kein Geringerer als Count Basie verwandelte „O sole mio“ durch ein Arrangement von Quincy Jones in das Bigband-Stück „Oh soul mio“, das hier ein „organisiertes“ Comeback feiert.

Mit Lorenzo Petrocca (Stuttgart) an der Gitarre, Alberto Marsico (Turin) an der Hammond B-3, sowie Tommy Bradascio (Mailand) an den Drums agieren drei Musiker der europäischen Spitzenklasse auf der Bühne. Sie sind auf vielen Festivals und in Clubs in ganz Europa zu hören.

Lorenzo Petrocca (g), Alberto Marsico (org), Tommy Bradascio (dr)

14.02.20
Steffen Dix lädt ein

Nach dem furiosen Auftakt seines neuen Formats im Birdland59 im November 2019 führt Steffen Dix sein regelmäßiges Feature “Steffen Dix lädt ein” am heutigen Abend in eine neue Runde.

Steffen Dix (trp/flh) und seine musikalischen Gäste.

21.02.20
Sachie Matsushita Trio

2020 ist das 250. Geburtsjahr von Ludwig van Beethoven. Aus diesem Anlass hat die japanische Pianistin Sachie Matsushita, die bekannt ist für ihre originellen jazzigen Arrangements von klassischen Werken, einen kompletten Set mit Beethoven Arrangements erarbeitet und für die Club-Atmosphäre im Birdland59 zusammengestellt. Darüber hinaus stellt sie auch weitere von ihr bearbeitete Stücke unter der Rubrik "Classic goes Jazz" mit ihrem Trio vor.

Ihre Mitmusiker sind "alte Bekannte" aus der Rhein-Neckar Jazz-Szene: der Gitarrist Markus Krämer, der den Kontrabass ebenso virtuos bedient, und der vielseitige, filigran und einfühlsam agierende Schlagzeuger Dirik Schilgen.

Sachie Matsushita, 1976 in Kagoshima (Japan) geboren, erhielt seit frühester Kindheit eine klassische Klavierausbildung, anfangs in der YAMAHA Music School, später in der Togo Music Academy in Kagoshima und war mehrfache Preisträgerin diverser Wettbewerbe.

Zwischen dem 16. und 23. Lebensjahr hörte sie mit dem Klavierspielen auf, um einen "ordentlichen" Beruf zu erlernen. Von 1995 bis 1999 studierte sie Pharmazie an der Kumamoto Universität, Japan. Danach arbeitete sie sechs Jahre lang als Pharmazeutin, Forscherin, Dozentin in Japan, Korea und Deutschland in den Bereichen Pharmazie und Medizin.

Mit 23 Jahren hörte sie zum ersten Mal Live-Jazz und entdeckte ihre Leidenschaft für diese Musik. Sie nahm Unterricht bei dem Jazzpianisten Ryoichi Tashima und verrspürte rasch ihre Lust und den Drang zu komponieren. Den Zugang zum musikalischen Leben fand sie vor allem in Deutschland, wo sie 2004 unter ihrem bisherigen beruflichen Werdegang einen Schlussstrich zog. Sie beschloss, in Deutschland zu bleiben und studierte von 2006 bis 2008 „Jazz und Popularmusik“ an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main.

Bis jetzt sind folgende CDs erschienen: Trio Album „Japan meets Germany Vol.1 - Umi-Kaze“ in 2010, Solo Album „Tribute“ und Duo Album „Suite – JMG Vol.2“ in 2011, Quartett Album „Birds“ in 2014 und Trio Album „Free“ in 2016.

Sachie Matsushita (p), Markus Krämer (b), Dirik Schilgen (dr)

28.02.20
Jam-Session // Session

Der Sechs-Euro-Geheimtipp für Liebhaber des Straight-ahead-Jazz mit vielen bekannten Standards: Die besten Amateur- und Profi-Jazzmusiker aus der Region finden sich auf der Bühne zusammen, suchen kurzerhand ein Stück aus, zählen ein und spielen ungeprobt los ... Spontanität, Kommunikation, Spielfreude und cooler, swingender Groove: Da kommt alles zusammen, was Jazz ausmacht.

Unter der Leitung von Stefan Günther-Martens steht eine erstklassige Rhythm-Section bereit, um Einsteiger zu begleiten, zu unterstützen und, sollte was schiefgehen, aufzufangen!

Stefan Günther-Martens (dr), Rhythmusgruppe und Sessionmusiker

29.02.20
Workshop-Dozenten- und Teilnehmer-Konzert // Tipp

Die musikalischen Ergebnisse des 1.Ettlinger Saxophon-Workshops sowie die hohe Kunst des Saxophons kann das interessierte Birdland59-Publikum aktuell in einem fulminanten Doppelkonzert erleben.

Im 1. Teil werden die Teilnehmer des Saxophon-Workshops in unterschiedlichen Formationen ihre erarbeiteten Stücke vorstellen. Im Anschluss daran geben dann die Sopran-, Alt-, Tenor- und Baritonsaxophon-Dozenten einen Einblick in ihr Repertoire und ihre Spielkunst.

Peter Lehel (Sopran-Sax), Olaf Schönborn (Alto-Sax), Christian Steuber (Tenor-Sax), Pirmin Ullrich (Bariton-Sax)

März 2020
06.03.20
Bergmann-Moritz Quintett feat. Sandra Hempel // Tipp

Frei nach dem Motto „Alte Bekannte – Neue Band“ haben sich der Kölner Trompeter Matthias Bergmann und der Oldenburger Saxophonist Raimund Moritz nach vielen Jahren entschlossen, ein Bandprojekt mit ihren Lieblingsmusikern zu verwirklichen.

Die Hamburger Gitarristin Sandra Hempel, seit kurzem Mitglied der NDR Bigband, kam dabei ebenso schnell in den Sinn wie der kürzlich aus New York nach Hannover zurückgekehrte Bassist Peter Schwebs und der Oldenburger Schlagzeuger Christian Schoenefeldt.

Die daraufhin im März 2019 aufgenommene CD „Moodswing“ erschien nun im September auf Fattoria Musica Records, dem Label des Studios in Osnabrück, wo die Aufnahme entstand. Sie enthält überwiegend Eigenkompositionen der beiden Bandleader, so z.B. die Ballade „Stray“ die Bergmann dem Komponisten Billy Strayhorn gewidmet hat oder „One for Bob“, Moritz’ Hommage an den Saxophonisten Bob Mintzer.
Jeweils eine Komposition des Trompeters Bert Joris und des Saxophonisten Jerry Bergonzi vervollständigen das Album, dessen Musik modern und zeitgemäß, dabei aber stets melodisch und swingend daherkommt.

Matthias Bergmann (tp,flh), Raimund Moritz (sax), Sandra Hempel (g), Peter Schwebs (b), Christian Schoenefeldt (dr)

13.03.20
Clara Vetter Trio feat. Max Treutner // Young jazz

Schon mit 3 Jahren entdeckte die heute 23-jährige Clara Vetter ihre Leidenschaft für die Musik. Im jungen Alter von 15 Jahren trat sie dem Landesjugendjazzorchester Baden-Württemberg bei und nahm 2014 in der Musikhochschule Stuttgart ihr Bachelorstudium im Bereich Jazz-Piano auf, das sie 2018 abschloss. Im selben Jahr erhielt sie den Steinway & Sons Förderpreis Stuttgart. Seit August 2019 studiert sie am Kopenhagener Rytmisk Musikkonservatorium ihren "Master in Music Performance".

Max Treutner (geb. 1998) ist einer der jungen aufstrebenden Saxophonisten/Komponisten der deutschen Jazzszene. 2013 trat er in das Pre-College-Programm am Institut für Jazz & Pop in Stuttgart ein. Direkt nach seinem Schulabschluss zog er nach Bern (Schweiz), um an der Musikabteilung der Universität der Künste Bern sowohl einen Bachelor- als auch den Master (Performance) Abschluss anzustreben, welche er 2019 abschloss. Derzeit absolviert Max sein zweites Master Studium (Pädagogik) am Jazzcampus Basel. Im Jahr 2018 beteiligte sich Max an der Auswahl des Generation-Workshops, in dem er Unterricht bei Maria Schneider, Donny McCaslin, Nate Wood und vielen anderen erhielt. Ausserdem wurde Max ausgewählt, um an der Generation's Unit Band teilzunehmen, die 2019 mit Adrian Mears auf Tour ging.

Erstmals begegneten sich die Musiker Clara Vetter und Max Treutner beim Landeswettbewerb Jugend Jazzt für Solisten 2012, in welchem sie in ihren jeweiligen Alterskategorien den ersten Preis erhielten. Nachdem sie ihre Studienjahre an unterschiedlichen Orten absolviert und einige Erfahrung und Inspiration gesammelt hatten, trafen sich die beiden vor einigen Monaten in einer Big Band - als Gastmusiker eingeladen - wieder. Sie stellten fest, dass sich ihre musikalischen Interessen in sehr ähnliche Richtungen entwickelt hatten und beschlossen, sich nun fortlaufend über ihr Erkenntnisse auszutauschen.

Am heutigen Abend ist Max Treutner Special Guest im Clara Vetter Trio.
Die junge Band um die Pianistin und Komponistin schaut bereits auf zahlreiche Konzerte im süddeutschen Raum zurück (u.a. bei den Stuttgarter Jazzopen 2016, Jazztage der IG Jazz im Stuttgarter Theaterhaus 2018) und vertrat 2015 und 2016 den Landesjazzverband Baden-Württemberg beim internationalen Jazzforum Rhone-Alpes künstlerisch. Aktuell, im Februar 2020, ist das Debut-Album der Band erschienen.

Gemeinsam mit Jakob Obleser am Bass und Schlagzeuger Lucas Klein widmet sich Clara Vetter ständigem musikalischen Forschen. Die drei Musiker verbindet neben einer inspirierenden Zeit an der Stuttgarter Musikhochschule der Drang, ihr Spielen kontinuierlich mit persönlichen, neuen Ideen und Erkenntnissen anzureichern. Austausch, gemeinsames Weiterkommen und Freundschaft bündeln sich in expressiver, interaktiver Performance. Raum dafür geben Eigenkompositionen. Dennoch bieten sie feste ausgestaltete Formen, die dazu herausfordern, auf all diese Mittel zuzugreifen und es ermöglichen, die im Moment passierende Musik einer eigenen Ästhetik entgegengehen zu lassen.

Clara Vetter (p), Max Treutner (sax), Jakob Obleser (b), Lucas Klein (dr)

20.03.20
Karin Hammar's "Fab4" // Highlight

+++ CD Release-Konzert: “Circles” +++

Die schwedische Posaunistin Karin Hammar gilt als eine der besten ihres Fachs in Europa und ist auch hierzulande keine Unbekannte mehr. Spätestens seit Nils Landgren sie als musikalische Entdeckung feierte, manifestierte sich ihr Eintrag in der Liste der außergewöhnlichen Talente. Sie hat schon eine lange Liste von musikalischen Referenzen abgeliefert. Neben Tourneen, Zusammenarbeiten und Veröffentlichungen mit gestandenen Jazz-Stars wie Kenny Wheeler, Bob Brookmeyer, Tim Hagans, Steve Swallow, Gary Burton, Jim NcNeely, Carla Bley oder Maria Schneider ist es vor allem ihr schwedischer Landsmann und Instrumenten-Kollege Nils Landgren, der sie immer wieder ins Rampenlicht z.B. beim Jazz Baltica Orchester oder der EBU Bigband rückte. In Japan waren darüber hinaus vor allem die Einspielungen mit ihrer ebenfalls Posaune spielenden Schwester Mimmi als "Sliding Hammers" ein großer Erfolg.

In den vergangenen Jahren erhielt sie mehrere Auszeichnungen, darunter den „Alice Babs Jazz Award“, den „Jazz Club Fasching Award“, den Stockholmer Kulturpreis oder den Komponistenpreis der SKAP und ist damit als wertvoller Bestandteil der europäischen Jazzlandschaft anerkannt worden.

Aktuell stellt sie ihre vierte CD, "Circles", dem Publikum vor. Für die neuen Songs zieht Karin Hammar ihre Inspiration aus den unterschiedlichsten Orten und Begegnungen: Brasilien, Marokko, ihre Tochter Ella, ihre norwegischen Kollegin Hildegunn Øseth, um nur ein paar zu nennen. Der Titelsong entstand übrigens in einer kleinen Backstage-Kammer der Malmö Arena kurz vor einer Show.

Wer ihren sanften, weichen, technisch brillanten und zugleich höchst emotionalen Ton hört, der spürt, weshalb sie als eine der besten Posaunistinnen Europas gehandelt wird. Sie spielt Modern Jazz mit Einflüssen aus Salsa, Bossa Nova, Bop, Swing und Popmusik. Diese spannende Mischung, gepaart mit ihrer exzellenten Technik, Virtuosität und einer schier unglaublichen Spielfreude, lässt aufhorchen. Sie sagt über sich als Posaunistin: „Das schwierigste daran, Jazzmusikerin zu sein ist es, auf die eigene innere Stimme zu hören und diese unabhängig von den musikalischen Gegebenheiten auf der Bühne umzusetzen und ein Stück von sich selbst einzubringen. Manche Musiker spielen nur einen Stil, aber ich bekomme einfach so viel zurück, wenn ich verschiedene Stile spiele und diese miteinander kombiniere.“ Besondere Beachtung bei den Kritikern findet sie aufgrund ihres lyrisch-melodischen Tons.

In ihrer Formation "Fab4" hat sie exzellente schwedische Musiker zusammengeführt - so Andreas Hourdakis, der seiner Gitarre glasklare Melodien entlockt und mit impulsiven Soli beeindruckt. Am Schlagzeug sorgt Fredrik Rundqvist für ein elegantes Spiel, mal filigran mit den Besen, mal energisch mit den Stöcken. Niklas Fernqvist am Kontrabass rundet mit seinem melodiösem Spiel die schwedischen "Fab4" ab. In ruhigen, fließenden Stücken von kühler skandinavischer Melancholie zeigen die Bandmitglieder gleichwohl ihre eindrucksvolle Virtuosität. agieren sehr präsent und mit großer Brillanz.

Stilistisch offen spielt die Band einen modernen und innovativen Jazz, der dennoch an die Traditionen anknüpft und sie in seine Musik einbezieht. Ruhig und zurückhaltend, fein im Stil und technisch ausgefeilt, glänzt die Band mit ihrer Versiertheit, kann aber auch eine ganze Menge Drive entwickeln.

Freuen Sie sich auf einen Jazz-Abend der besonderen Art im Birdland59!

Karin Hammar (tb), Andreas Hourdakis (g), Niklas Fernqvist (b), Fredrik Rundqvist (dr)

27.03.20
Jam-Session // Session

Der Sechs-Euro-Geheimtipp für Liebhaber des Straight-ahead-Jazz mit vielen bekannten Standards: Die besten Amateur- und Profi-Jazzmusiker aus der Region finden sich auf der Bühne zusammen, suchen kurzerhand ein Stück aus, zählen ein und spielen ungeprobt los ... Spontanität, Kommunikation, Spielfreude und cooler, swingender Groove: Da kommt alles zusammen, was Jazz ausmacht.

Unter der Leitung von Stefan Günther-Martens steht eine erstklassige Rhythm-Section bereit, um Einsteiger zu begleiten, zu unterstützen und, sollte was schiefgehen, aufzufangen!

Stefan Günther-Martens (dr), Rhythmusgruppe und Sessionmusiker