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März 2017
31.03.17
2 plus 1 // Young jazz

Die Jazz-Combo "2 plus 1" ist die Band der Gebrüder Langmaier, Felix und Moritz, junge Multi-Instrumentalisten, die das Zeug haben, in der Jazz-Szene einmal zu den ganz Großen zu gehören, ebenso wie der Dritte im Bunde, der junge Bassist Felix Reichert.

"Wer früh anfängt, aus dem wird etwas" - das zeigen die musikalischen Lebensläufe der drei:

Seinen ersten Schlagzeugunterricht erhielt Felix Langmaier bereits mit 4 Jahren in klassischer Ausrichtung. Vor ungefähr 6 Jahren ist er durch seinen Lehrer und den ersten Jazz-Workshop in Ettlingen zum Jazz, aber auch zum Funk, Soul und Pop gekommen und fühlt sich bis heute darin zuhause. Sein Instrumententableau setzt sich über das Schlagzeug hinaus zusammen aus
Tuba, Posaune, Klavier und Mallets, Instrumente, die er gelegentlich auch noch in unterschiedlichen anderen Formationen spielt.

Felix Reichert hat vor 7 Jahren in der Streicherklasse seiner Schule mit dem Kontrabass angefangen und ist dann vor ca. 4 Jahren mit dem E-Bass in die Jazz-Richtung eingeschwenkt. Seitdem hat er in diversen Schul-Big-Bands und in einer VHS-Big-Band gespielt.

Moritz Langmaier hat vor ca. 10 Jahren mit dem klassischem Klavierunterricht an der Musikschule in Gernsbach angefangen. Über den 2. Ettlinger Jazzworkshop (2013) ist er zum Jazz gekommen und spielt seither fast ausschließlich Jazz, Pop, Funk und Soul und nimmt in diesen Bereichen auch darauf speziell ausgerichteten Klavierunterricht. In verschiedenen anderen Bands spielt er auch Schlagzeug, Mallets oder die Posaune.

Wer beim Ettlinger Marktfest im August diesen Jahres am Stand des Jazz-Clubs Ettlingen e.V. aufmerksam zugehört hat, konnte sich bereits in den dargebotenen Jazz-Standards vom Können der drei im spontanen Zusammenspiel mit den anderen anwesenden Jazz-Begeisterten überzeugen!

Moritz Langmaier (p), Felix Reichert (b), Felix Langmaier (dr)

April 2017
07.04.17
Don Menza Quartett // Tipp

Die Jazzlegende Don Menza wurde in Buffalo geboren und begann im Alter von 13 Jahren mit dem Saxophonspiel. Er spielte mit dem Maynard Ferguson Orchestra (1960-1962) und der Band von Stan Kenton, danach lebte er von 1964 bis 1968 in Deutschland und spielte in der Bigband von Max Greger. Im Jahre 1968 arbeitete er mit der Buddy Rich Big Band. In den späten 1960er Jahren zog er nach Kalifornien und spielte in den Bands von Elvin Jones (1969) und Louie Bellson. Weiters machte Don Menza Aufnahmen mit Musikern wie Keely Smith, Cold Blood, Natalie Cole, Pat Boonen, Leonard Cohen u. v. a. Zudem arbeitete er mit allen namhaften deutschen Radiobigbands, so auch mit der SWR- und der WDR-Bigband.

Pianist Oliver Kent lebt seit 1987 in Wien und ist als Musiker äußerst aktiv. Er arbeitete mit Größen wie Sheila Jordan, Leo Wright, Mark Murphy, Clark Terry, Bobby Shew, Dusko Goykovich, Jimmy Cobb, Johnny Griffin, Benny Golson, Roman Schwaller u. v. a. Seit 2002 ist er zudem Dozent am Konservatorium Wien und unterrichtet europaweit auf zahlreichen Workshops.

Hans Strasser gehört aufgrund seiner subtilen und versierten Spielweise zu einem der meist gefragten Bassisten Europas. Er spielte unzählige Konzerte mit internationalen Jazzlegenden wie Benny Golson, Art Farmer, Sheila Jordan, Lew Tabackin, Karl Ratzer, Pee Wee Ellis, zudem mit dem Vienna Art Orchestra und war über 20 Jahre Mitglied des international renommierten Fritz Pauer Trios.

Der österreichische Schlagzeuger Bernd Reiter, Preisträger beim Hans Koller Preis, dem österreichischen Jazzpreis, im Jahre 2006 und mittlerweile in Paris lebend, spielte trotz seiner Jugend bereits mit vielen Größen des Jazz wie Kirk Lightsey, Charles Davis, Mundell Lowe, Steve Grossman, John Marshall, Andy KcKee, Claudio Roditi, Tony Lakatos u. v. a.

Dieses Quartett bietet mitreißend energetische und swingende Musik auf allerhöchstem Niveau, gleichermaßen mit Professionalität und viel Enthusiasmus vorgetragen, einfach „Jazz at its Best“!!!

Line-Up:
Don Menza (USA) - tenorsax
Oliver Kent (A) - piano
Johannes Strasser (A) - bass
Bernd Reiter (A) - drums

Don Menza (ts), Oliver Kent (p), Johannes Strasser (b), Bernd Reiter (dr)

28.04.17
Session mit Thema: Heidelberg // Session

Bei der Reihe „Session mit Thema“ sind unsere beliebten Sessionabende jeweils einem bestimmten Aspekt des Jazz-Genre gewidmet. Wir haben im Februar 2016 mit dem Thema New York City begonnen, gefolgt von Rio die Janeiro, und so hat sich die Reihe quasi von alleine zur Weltreise durch die bedeutendsten Spielorte des Jazz entwickelt.

Und heute macht wir Station zuhause im Südwesten Deutschlands mit dem Thema „Heidelberg“. Denn neben seiner berühmten Schlossruine und der 630 Jahre alten Universität hat die malerische Stadt am Neckar auch eine lange Geschichte als Hochburg des Jazz. Das 1954 gegründete CAVE zum Beispiel, „Deutschlands ältester Studenten Jazz-Club“, kannten schon Jazzgrößen wie Louis Armstrong, Ella Fitzgerald, Dizzy Gillespie, Oscar Peterson und Lionel Hampton, die alle im Rahmen der Truppenbetreuung in Heidelberger Kasernen zu Gast waren und nach ihren dortigen Gigs die „Jam-Session“ in den Kellergewölben des Clubs sehr schätzten.

Die US-amerikanischen Soldaten haben auch selbst zur regen Jazzszene in Heidelberg beigetragen, wie auch die Studenten und Dozenten der Musikhochschule im nahegelegenen Mannheim, die Bachelor- und Masterstudiengänge in Jazz anbietet.

Wir hoffen, viele kurpfälzische Nachbarn auf der Birdland59-Bühne begrüßen zu dürfen!

Steffen Dix (tp, flh), Rhythmusgruppe und Sessionmusiker

Mai 2017
05.05.17
Jan Prax Quartett // Young jazz

+++ CD Release Konzert: "Ascending" +++

„You are so young and play so great. I hate you!” Mit diesem Kompliment ehrte kein geringerer als David Sanborn Jan Prax nach dessen Konzert auf der großen Bühne bei den Leverkusener Jazztagen. Daraufhin folgten gemeinsame Konzerte mit Stars wie David Sanborn, Randy Brecker, Riccardo del Frà u.a.

Mit seinem frischen, pulsierenden Sound gilt das Jan Prax Quartett um den Ausnahmesaxophonisten als „einer der vielversprechendsten Newcomer des Jazz“. (UK Vibe)

Die mit zahlreichen nationalen sowie internationalen Preisen (z.B. „Made in New York Jazz Competition“) ausgezeichnete Band verbindet mit Spielfreude und Leidenschaft traditionelle und gleichzeitig moderne Elemente aus Jazz und Groove Musik, versehen mit einer eigenen Handschrift. Inspiriert durch die zeitlose Tiefe amerikanischer Jazzlegenden stellen die Eigenkompositionen ein kraftvolles Bekenntnis zum Jazz dieser Zeit dar.

„Keepin‘ A Style Alive“ (ACTmusic) ist ihr Debüt-Album gewesen. Es wurde für den Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert und in die „Top 20 - Best Jazz Albums of 2015“ des Magazins UK aufgenommen.

Heute stellt das Quartett sein neues Album vor: “Ascending“. Wie bei der vorigen überaus erfolgreichen Produktion “Keepin’ A Style Alive“ (ACT), steht auch hier das akustische Jazz-Quartett mit den hervorragenden Partnern Martin Sörös, Tilman Oberbeck und Michael Mischl im Fokus, wobei die Besetzung (auf der CD) dieses Mal mit den hochkarätigen Gästen Bodek Janke und Soweto Kinch, sowie einem klassischen Streichertrio erweitert wurde.

“Ascending“ stellt Jan's künstlerische Vision zum jetzigen Zeitpunkt in ihrer ganzen Bandbreite dar, mit Einflüssen aus dem Straight Ahead Jazz der 1950er und 60er Jahre, der Avantgarde-Bewegung der 60er Jahre, des HipHop und Rhythm and Blues und - nicht zuletzt - seiner Ausbildung als klassischer Pianist.

Jan Prax (sax), Martin Sörös (p), Tilman Oberbeck (bs), Michael Mischl (dr)

12.05.17
Arne Huber Quartett // Tipp

+ + + CD-Release Konzert + + +

Anlässlich der neuen, nunmehr 3. CD gibt das Arne Huber Quartett eine Kostprobe seines facettenreichen Könnens jetzt auch im Birdland59.

Der Freiburger Bassist Arne Huber nennt seine neue CD „Im Echten Leben". Mit dem bewährten Werkzeugkoffer aus Saxofon, Piano, Bass und Schlagzeug öffnet er dem Alltag musikalisch Tür und Tor. Der Titel seiner CD ist eine Einladung an jeden, der unvoreingenommen einen Soundtrack zum Leben sucht, ohne sich von den starren Ritualen eines Genres die Gangart vorgeben lassen zu wollen. Den Titel habe sein Sohn übrigens aus dem Kindergarten mitgebracht, verrät uns Arne mit einem Augenzwinkern. In den Konturen scharf, in den Farben weich und von feingliedriger Präzision, ist jeder der neuen Songs für sich die Verhandlung einer Klangästhetik, die in der Klassik verankert ist, mit einem Vokabular, das aus dem Jazz kommt.

Im Gegensatz zu vergleichbar besetzten Formationen hat das Arne Huber Quartett keinen gemeinsamen sozialen Background. Arne Huber lebt in Freiburg, der Schlagzeuger Jochen Rückert in New York, der Saxofonist Domenic Landolf in Basel und der Pianist Rainer Böhm in Köln. Der Berliner Saxofonist Wanja Slavin ergänzt das Quartett auf der CD in drei Songs nicht nur um seinen speziellen Sound, sondern auch um ein weiteres Stück Horizont. Fünf Städte, drei Länder, zwei Kontinente auf einer CD. Umfassender geht es kaum. Eine CD wie im echten Leben.

Arne Huber wurde 2015 mit dem Wormser Jazzpreis ausgezeichnet. Der aus Offenburg stammende Musiker erhielt den Preis für „sein facettenreiches Spiel, das von der Tradition kommend modern variiert und weiterentwickelt die Grundlage für einen eigenen charakteristischen Sound liefert“, begründete die Jury ihre Entscheidung. Arne Huber habe in seiner rund 20-jährigen Karriere nicht nur als Sideman und Bandleader zahlreicher nationaler und internationaler Bands, sondern auch als Komponist einen markanten und eigenständigen Sound geschaffen. „Seine Fähigkeit, Stücke lyrisch subtil mit einer virtuosen Bescheidenheit zu kreieren und mit stimmigen Arrangements zu versehen, hat uns überzeugt“, hieß es in der Laudatio.

Arne Huber studierte in Mannheim Jazzkontrabass und in Freiburg klassischen Kontrabass. Schon während seines Studiums entfaltete er eine rege Konzerttätigkeit und war seither mit verschiedenen Ensembles unter anderem bei so renommierten Festivals wie dem London Jazz Festival, Elb Jazz Festival, Schaffhauser Jazzfestival, Jazz Baltica und dem Winterjazzfestival Bern zu hören. Der Bassist und Komponist ist zudem bereits auf über 25 CDs vertreten, von denen zwei mit dem „Preis der Deutschen Schallplattenkritik“ ausgezeichnet wurden.

Nach den Alben "Jordan" (2011) und „Pearls“ (2015) - mit dem Quartett aufgenommen - erforscht Arne Huber mit großem Können und musikalischer Sensibilität die Tiefen des modernen Jazz. Der Sound der Alben ist geprägt von einer entspannten Atmosphäre, fern von jeglicher Effekthascherei. Hier ist ein Komponist am Werk, der in sich selbst ruht und der bei seinen ausgefeilten Arrangements die Bedürfnisse der Komposition über alles andere stellt.

Seit 2011 hat Huber einen Lehrauftrag an der Musikhochschule Mannheim.

Arne Huber (b), Domenic Landolf (sax/cl), Rainer Böhm (p), Jochen Rueckert (dr)

19.05.17
Lilly Thornton Quintet // Highlight

Die schweiz-amerikanische Jazzsängerin Lilly Thornton ist seit rund 20 Jahren in der europäischen Jazzszene aktiv.

Unterrichtet wurde sie u.a. von Rachel Gould 1988-1992 an der Swiss Jazz School Bern (CH), später von weiteren Lehrerinnen in verschiedenen Stimmtechniken. Sie ist v.a. im Jazz, Blues, Soul und Funk tätig, wobei die “grosse Liebe” nach wie vor dem Jazz gilt, der Musik, die in ihrem Elternhaus gehört wurde.

Schon früh ergab sich für sie die Gelegenheit mit Jazzgrössen wie Benny Golson, Arthur Blythe, Jimmy Woode, und Mike Hennessey’s Projekt “A Tribute to Dinah Washington” aufzutreten – prägende Erfahrungen, welche sie keinesfalls missen möchte. Neben den Auftritten in Clubs und auf Festivals hat sie eine Unterrichtstätigkeit als Gesangslehrerin in Winterthur (CH) und gibt gelegentlich Workshops.

Lilly Thornton arrangiert für ihr Quintett Songs aus unterschiedlichen Stilrichtungen und Epochen und lässt sie dabei immer im Jazzkontext erklingen. Für die Besetzung hat sie neben ihrem langjährigen Begleiter und Pianisten Ull Möck, den Kontrabassisten Jens Loh, den Schlagzeuger Eckhard Stromer, sowie den Posaunisten Frank Heinz eingeladen.

Lilly Thornton (voc/arr), Ull Möck (p), Frank Heinz (tb), Jens Loh (b), Eckhard Stromer (dr)

Juni 2017
02.06.17
Sing 'n String Affair

Ein Trio aus zwei Sängerinnen und einem Bassisten ist - zugegeben - eine ungewöhnliche Besetzung.

Doch gerade durch das bewusste Verzichten auf Harmonie-Instrumente und Schlagzeug kommen die Möglichkeiten von 2-stimmigem Gesang zum Tragen, die im Jazz sonst eher selten zu hören sind. Jana Schrietter und Silvie Fazlija spielen mit Melodien und Harmonien, und singt die eine die Melodie, so übernimmt die andere gerne mal Vocal Lines, die an Streicherharmonien erinnern.

Eine wesentliche Rolle übernimmt Torsten Steudinger am Bass, der die musikalische Basis und den Rhythmus liefert - und ab und zu kommt es sogar zu „3-stimm-saitigen“ Phrasen.

Neben bekannten Klassikern aus dem Jazzbereich haben sie auch ganz eigene Interpretationen von Popsongs im Repertoire, und durch ihre Freude an Improvisation entstehen des öfteren auch ganz spontan völlig neue Arrangements.

Erleben Sie die drei sympathischen Vollblutmusiker einen Abend lang hautnah!

Silvie Fazlija (voc), Jana Schrietter (voc), Torsten Steudinger (b)

23.06.17
Session mit Thema: Chicago // Session

„My Kind of Town“ - heute nehmen uns Steffen Dix und seine Mitmusiker in die Metropole am Michigansee mit, die drittgrößte Stadt der USA.

Hierher brachten New Orleans-Auswanderer wie Louis Armstrong den Jazz, als 1917 die Schliessung des Storyville-Vergnügungviertels mit seinem Clubs und Bars deren Existenz als Profimusiker bedrohte. So entstand in Chicago in den 20er Jahren - zu den Zeiten Al Capones - der „Chicago style“ mit Innovationen wie das improviserte Solieren über ganze Chorusse sowie der Einsatz von Gitarre und Kontrabass statt Banjo und Tuba.

In den Händen von Chicagoern Bandleadern wie Earl Hines und Benny Goodman führte die Weiterentwicklung des „Chicago style“ direkt zum Swing - somit für die ganze Zukunft des Jazz wegweisend.

Und auch wenn Chicago für Jazzer vor allem für den „Chicago style“ Louis Armstrongs berühmt ist, hat diese großartige Stadt nie aufgehört, eine wichtige und aufregende Jazzszene zu haben.

In den Worten von Steffen Dix: „Chicago müssen wir unbedingt als Session-Thema bringen. Da gibt es massenhaft Material, beginnend bei Bix Beiderbecke, Benny Goodman und Hoagy Carmichael bis hin zu Nat King Cole, Eddie Harris und Herbie Hancock. Von der Blues-Tradition ganz zu schweigen.“

Steffen Dix (tp, flh), Rhythmusgruppe und Sessionmusiker