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Mai 2014
02.05.14
Gretchens Pudel

Die Jazz-Formation Gretchens Pudel hat sich ganz dem Ziel ver­schrie­ben, das deutsche Lied neu zu erfinden. Sie prä­sen­tie­ren alt­be­kannte Volks­lie­der, Kunst­lie­der und Kin­der­lie­der in neuem musi­ka­li­schen Gewand. Dar­un­ter „Im Frühtau zu Berge“, „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe ein­ge­stellt“ und „Häns­chen klein“. Die vom krea­ti­ven Kopf der Band und Pia­nis­ten Adrian Rinck und dem Bas­sis­ten Mat­thias Kie­fer neu arran­gier­ten Stü­cke laden zum Mit­sin­gen, zum Tan­zen oder ein­fach zum Nach­den­ken ein.

Eingängige und abwechslungsreiche Arran­ge­ments, die har­mo­ni­sche Kom­bi­na­tion aus ver­schie­de­nen Sti­len des Jazz, aber auch Ele­mente der Pop­mu­sik verbunden mit Alt­be­kann­tem und Ver­trau­tem machen das Zuhö­ren zu einem inter­es­san­ten und über­ra­schen­den Er­leb­nis. Die Texte stam­men aus bekann­ten Volks- und Kunst­lie­dern und wecken so manche Erinnerung an die eigene Kindheit. Die Musik von Gret­chens Pudel ist nicht nur für Jazz-Fans ein höchst vergnüglicher Genuss.

Ralf Eßwein (voc), Jan Kamp (tb), Adrian Rinck (p), Jan Mikio Kap­pes (b), Mischa Becker (dr)

09.05.14
Klaus Baders Oldtime Jazz Quartett // Tipp

Der Pianist und Saxophonist Klaus Bader ist seit den 50er Jahren eine bekannte Größe der deutschen Jazzszene. Er moderierte acht Jahre lang die Sendung „Oldtime“ des Südwestfunks. Die vielen wunderschönen Swing-Kompositionen der 20er und 30er Jahre, die er hier vorstellte, wollten endlich wieder gespielt werden, und so rief er kurzerhand das „Oldtime Jazz Quartett“ ins Leben. Als Saxophonist wurde Klaus Bader von der begeisterten Fachpresse einmal als „der schwäbische Coleman Hawkins“ bezeichnet, und nach diesem großen Vorbild hat er seinen äußerst charaktervollen, eleganten und gediegenen Sound kultiviert. Er ist ein Meister der swingenden Jazzimprovisation und außerdem der „Leader“ dieses kleinen Ensembles, bei dem jeder einzelne Musiker ein herausragender, individueller Solist ist.

Thílo Wagner ist einer der profiliertesten Pianisten der deutschen Jazzszene. Seine außergewöhnliche Virtuosität, seine kreativen Melodielinien und seine enorm druckvoll swingende Phrasierung begründen seine hervorragende Reputation als außergewöhnlicher Jazz-Pianist weit über seine Heimatregion hinaus.
Der Bassist Johannes Schaedlich ist seit Jahrzehnten einer der angesagtesten Jazz-Bassisten in Deutschland. Mit seinen virtuosen, melodischen Linien agiert er ebenso als Solist, wie er mit seinem kraftvoll swingenden, natürlichen Sound der Band ein geradezu erdbebensicheres Fundament bietet.
Schlagzeuger Werner Braun ist ein hervorragender Dirigent der rhythmischen Ästhetik des Ensembles. Er ist als ein anerkannter Meister des Swing einer der erfahrensten und begehrtesten Drummer der Szene, der einfühlsam und immer mit „drive“ spielt. Mit der brillanten Klarheit seiner rhythmischen Akzente und seinem geschmackvollen Sound ist er der perfekte Drummer für diese Band.

Klaus Bader (sax), Thilo Wagner (p), Johannes Schaedlich (b), Werner Braun (dr)

16.05.14
Session #110 // Session

Jeden 4. Freitag eines Monats (außer in den Schulferien) ist bei uns Session angesagt – das besondere und beliebte Jazz-Ereignis im Birdland-Keller. Für nur 5 € erleben Sie eine überraschende Musikvielfalt – Jazz pur! Sie sehen, hören und spüren, wie auf der Bühne „gearbeitet“ wird: Backstage einigt man sich nur auf Titel und Tonart – der Rest passiert „on stage“. Spannender geht es nicht ...

23.05.14
Frankfurt Jazz Trio feat. Peter Weniger // Highlight

Das Frankfurt Jazz Trio – 1998 von Thomas Cremer gegründet – spielt zusammen mit dem Saxophonisten Peter Weniger Stücke des legendären Pianisten, Gitarristen, Sängers und Komponisten Antonio Carlos Jobim. Mit diesem Programm nimmt das Quartett Bezug auf die berühmt gewordenen Aufnahmen des Saxophonisten Stan Getz mit der Sängerin Astrud Gilberto, Meilensteine der Verschmelzung von Jazz mit der Musik Lateinamerikas.

Thomas Cremer am Schlagzeug spielte schon mit bekannten Jazzmusikern wie Hans Koller, Randy Brecker und Ack van Rooyen, leitete zudem diverse eigene Formationen, war bei vielen Rundfunk- und Fernsehproduktionen zu Gast und tourte im Auftrag des Goethe-Instituts durch Afrika und Osteuropa. 2012 erhielt Cremer den Hessischen Jazzpreis.
Der Pianist Olaf Polziehn spielte live und auf diversen CD-Einspielungen mit vielen internationalen Musikern, war in ganz Europa auf Tour, und trat auf vielen Festivals auf. Etliche CD-Produktionen unter eigenem Namen liegen bereits vor. Seit Oktober 2008 ist Polziehn Professor für Jazz-Piano an der Musikhochschule Graz.
Martin Gjakonovski am Bass arbeitete mit Peter Herbolzheimer, Lee Konitz und vielen anderen internationalen Musikern zusammen und war auf vielen wichtigen europäischen Festivals zu Gast. Er ist – neben dem Frankfurt Jazz Trio – Mitglied in den Bands von Paul Kuhn, Michael Sagmeister, der Frankfurt Jazz Big Band und der Nicolas Simion Group.
Peter Weniger ist einer der spektakulärsten Saxophon-Solisten der internationalen Jazzszene. Hohe Emotionalität und brillante Virtuosität zeichnen sein Spiel aus. Zahlreiche Preise, Auszeichnungen und Tourneen unterstreichen seine musikalische Integrität. Seit 1999 ist Peter Weniger Professor an der Universität der Künste Berlin und lehrt am Jazz-Institut-Berlin (JIB), dessen künstlerischer Direktor er auch ist.

Peter Weniger (sax), Olaf Polziehn (p), Martin Gjakonovski (b), Thomas Cremer (dr)

30.05.14
Anne Czichowsky Quintett // Tipp

CD-Release-Tour:
„The Truth and the Abstract Blues“


Anne Czichowsky, Gewinnerin diverser internationaler Jazzpreise und Jazzpreisträgerin des Landes Baden-Württemberg 2011, präsentiert mit ihrem hochkarätigen Quintett bereits das zweite Album, "The truth and the abstract blues", dass im März 2014 auf Double Moon Records erscheint.

Auch über die traurigen Dinge im Leben muss man von Zeit zu Zeit sprechen, über den Abschied, die unerfüllten Wünsche und Träume, den Blues. Aber auch über die Hoffnung und die Gelegenheiten, bei welchen man sich von seinen Ängsten und Sorgen befreien kann, bei einem guten Gespräch am Küchentisch oder im einen oder anderen Moment des süßen Nichtstuns. Neben Eigenkompositionen der Bandmitglieder hat Anne Czichowsky bekannte Instrumentaltitel betextet wie Oliver Nelsons „Blues and the abstract truth“ oder auch die wunderschöne Komposition „Idle moments“ von Duke Pearson. Repertoireauswahl und Texte für dieses Programm sind ganz dem Blues gewidmet.

Wer Anne Czichowsky kennt, weiß dass sie sich nicht als Solistin vor die Band stellt, sondern sich vielmehr als fünftes Instrument in die Band integriert. Sie sucht stets die Konversation und Interaktion mit ihren Musikern und diese wiederum finden viel Raum für solistische Highlights. Mit Andreas Herrmann am Klavier, Martin Weidmann an der Gitarre, Axel Kühn am Bass und Matthias Daneck am Schlagzeug begegnen sich hier vier Musikerpersönlichkeiten, die sowohl als dialogfähige Einheit agieren, als auch als virtuose Solisten in den Vordergrund treten. Zusammen mit Anne Czichowsky bieten sie ein musikalisches Programm, das weder bei Vokaljazzfans noch bei Freunden des instrumentalen Jazz Wünsche offen lässt.
(Foto: Marina Kloess)

Anne Czichowsky (voc), Andreas Herrmann (p), Martin Wiedmann (g), Axel Kühn (b), Matthias Daneck (dr)

Juni 2014
06.06.14
Rick Hannah Trio

Das Rick Hannah Trio pflegt einen Straight-Ahead-Jazzstil, wie er in den 40er bis 60er Jahren von Jazzmusikern wie Jimmy Raney, Kenny Burrell, Joe Pass und Wes Montgomery kultiviert wurde. Sein Repertoire umfasst sowohl deren kreative Interpretationen von Jazz Standards als auch Ricks eigene Kompositionen im gleichen, eingängigen Stil. Eine Besonderheit des Rick Hannah Trios ist, dass hier das klassische Pianotrio-Format, wie es von Pianisten wie Bill Evans und Keith Jarett entwickelt wurde, kombiniert wird mit den einzigartigen Klangdimensionen, die nur die Gitarre bieten kann. Die Mitglieder dieses internationalen Trios sind der deutsche Kontrabassist Maurice Kühn, der französische Schlagzeuger Thomas Laedlein und der US-amerikanische Gitarrist Rick Hannah.

Der Gitarrist, Arrangeur und Komponist Rick Hannah wurde in Philadephia geboren und wuchs in Baltimore auf. Mit 12 Jahren begann er Gitarre zu spielen, mit 19 entdeckte er den Jazz. Zwei Jahrzehnte lebte er als Musiker in Los Angeles, bis er 2005 in seine neue Wahlheimat Straßburg kam. Hier gründete er das Rick Hannah Trio, die Guitar Big Band de Strasbourg sowie die Strasbourg Jazz Initiative – letztere ein Verein zur Förderung des Jazz in der Region um Straßburg. Wer regelmäßig die Sessions im Birdland59 besucht, konnte wahrscheinlich bereits erleben, wie Rick Hannah mit seiner technischen Virtuosität und seinem melodischen Spiel Musiker wie Publikum begeistert.

(Foto: Willi Eisele)

Rick Hannah (g), Maurice Kühn (b), Thomas Laedlein-Greilsammer (dr)

November 2014
15.11.14

20 Jahre Jazz-Club Ettlingen – das soll gebührend gefeiert werden. Unter der musikalischen Leitung von Jazzsaxophon-Maestro Peter Lehel führen hochkarätige Musiker durch die lebendige Geschichte des Jazz. Als Moderator konnten wir den großartigen Entertainer und Jazzkenner Marc Marshall für diese Zeitreise gewinnen.

Jazz – die Musik, die seit 100 Jahren nicht alt werden will, weil sie von jeder Musikergeneration neu erfunden wurde. So entstanden Stile wie New Orleans, Swing, Bebop oder Cool Jazz – jeder zu seiner Zeit revolutionär. Die Geschichte des Jazz hat ihre Wurzeln auf den Baumwollfeldern der amerikanischen Südstaaten und reicht bis ins Zeitalter von iPhone, Spotify und Voice of Germany. Jazz enstand um 1900 in den Rotlichtvierteln von New Orleans, lieferte den Soundtrack zum Chicago Al Capones, avancierte zur populärsten Musik der tanzbegeisterten jungen New Yorker. Jazz erfand die E-Gitarre, wurde Vater des Rock’n’Roll und Großvater der Pop- und Rockmusik. Jazz wurde von rebellischen Teenagern in Harlem revolutioniert, wurde in Kalifornien cool gemacht, bekam in Rio den lasziven Hüftschwung und reihte sich in die künstlerische Avantgarde der 60er Jahre ein. Jazz inspiriert und lässt sich inspirieren von Klassik, Folk und Weltmusik. Jazz beeinflusste Popmusiker von Jimi Hendrix und Joni Mitchell bis Amy Winehouse und Xavier Naidoo. Jazz kokettiert abwechselnd mit der Massenpopularität und dem intellektuell-künstlerischen Anspruch, mit der Nostalgie und der Gegenwart. Nirgendwo in der Musik leben solche Widersprüche so lässig nebeneinander wie im Jazz.

Erleben Sie mit uns das Abenteuer der lebendigen Jazzgeschichte live bei unserem großen Jubiläumskonzert am Samstag, den 15. November 2014, in der Stadthalle Ettlingen.

Marc Marshall (Moderator), Peter Lehel (Bandleader, sax)